Wenn ich auf anderen Finanzblogs unterwegs bin und dort detaillierte Depot- oder Dividendenreports lese, passiert bei mir immer das gleiche:
Ich bleibe hängen. Nicht unbedingt wegen den Zahlen. Es sind die Geschichten dahinter, die mich fesseln.
Diese Beiträge sind persönlich. Sie zeigen einen Weg, eine Entwicklung, manchmal auch Zweifel. Und genau das macht sie so motivierend. Man bleibt dran. Man denkt wieder mehr über die eigene Strategie nach. Über Sparpläne, Investitionen und über Geduld und langfristiges Denken.
Und jedes Mal stelle ich mir dieselbe Frage: Soll ich das auch machen?
Die Faszination von transparenten Finanzblogs
Gerade bei Blogs, die ihre Entwicklung offen dokumentieren, merkt man schnell: Das ist mehr als „nur“ Content. Das ist ein finanzielles Tagebuch, nur eben mit Depots, ETFs, Aktien, Dividenden und anderen schönen Zahlen.
Ich lese solche Inhalte sehr gerne.
Aber ich merke auch: Ich tue mir schwer damit, selbst so transparent zu sein.
Warum mir das Offenlegen schwerfällt
Ich habe schon öfter geschrieben, dass ich nicht so transparent bin wie andere Blogger. Es fühlt sich für mich einfach noch nicht richtig an.
Je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir: Das hat viel mit dem Gedanken von Stealth Wealth zu tun.
Für mich bedeutet das: Egal, wie viel oder wie wenig Vermögen jemand hat…es ist nichts, womit man nach außen gehen muss. Was „vermögend“ hier wieder bedeutet, ist extrem individuell. Für manche sind es 10.000 Euro. Für andere 300.000. Für wieder andere siebenstellige Beträge.
Unabhängig von der Zahl fühlt es sich für mich nicht gut an, mein Depot o. ä. offenzulegen.
Ich schreibe gerne darüber,
- wie Finanzprodukte aus meiner Sicht funktionieren
- welche Strategien ich kennengelernt habe
- welche Produkte ich nutze
- welche Werte sich überblicksmäßig und grundsätzlich in meinem Depot befinden
Aber ich gehe bewusst nicht ins Detail, wenn es um Gesamtvermögen, exakte Summen oder vollständige Depotübersichten geht.
Was ich gelernt habe
Ich bin seit über zehn Jahren an der Börse aktiv.
Ich habe hohe Hochs erlebt. Und sehr tiefe Tiefs.
Was ich über die Jahre gelernt habe ist, dass ich risikofreudig bin. Auch emotional halte ich starke Rückgänge aus. Für mich ist das Ganze ein langfristiges Spiel mit einem Fokus auf Dividendenerträge.
Der Kern meines Depots ist klar strukturiert: Ein stabiler Core mit dem Vanguard All World, ergänzt durch Satelliten (Core-Satellite-Strategie). Das gibt Raum zum Ausprobieren.
Diese Struktur funktioniert für mich. Und wenn ich so darüber schreibe, bemerke ich wieder: Die Strategie teile ich, die exakten Zahlen nicht… 😉
Wie siehst du das?
Mich würde ehrlich interessieren:
- Würdest du dein Vermögen öffentlich machen?
- Wo siehst du Vorteile, wo Risiken?
Schreib mir gern deine Gedanken dazu.



